Beiträge

Pfläging 2013 - Organisation für Komplexität

Organisation für Komplexität

Liebe Leserinnen und Leser!

Keine Frage, wir leben immer noch in den betriebswirtschaftlichen Anfängen des 19. Jahrhunderts. Zumindest was das Menschenbild der meisten Unternehmensführer angeht und die damit verbundenen Strukturen, Kulturen und Managementtechniken. Ich durfte das selbst vor kurzem wieder nach einem Vortrag erleben. Abbau formaler Hierarchie? Nein, das geht nur bei kleinen, neu gegründeten Unternehmen. Und überhaupt: Nicht jeder will Verantwortung übernehmen. Da ist sie wieder: Die alte abgeklärte Weisheit, es könne nicht nur Häuptlinge geben. Wir brauchen auch Indianer. Um langsam aber sicher mit diesem Blödsinn aufzuräumen, ist Niels neues Buch ein guter Beitrag.

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Gassmann & Friesike - 33

33 Erfolgsprinzipien der Innovation

Liebe Leserinnen und Leser!

Innovation, Innovationskraft, Innovationsmanagement. Vielleicht sind das die höchst inflationären Modewörter unserer heutigen Wirtschaft. Fast jedes Unternehmen glaubt innovativ sein zu müssen und viel zu viele glauben allen Ernstes, es zu sein.  Wieviel Blödsinn, wieviel Geistloses, wieviel im Grunde zutiefst Konservatives wird als “innovatives” Produkt in den Markt gedrückt? Und da, wo die Einsicht besteht, dass man ja vielleicht doch ein wenig innovativer werden könnte, erklingt fast immer der Ruf nach einem systematisierenden Innovationsmanagement. Kreativität auf Knopfdruck. Schöpfen und Schaffen auf höchstem Niveau im maschinellen Gleichtakt. Immer gerade dann, wenn es gebraucht wird. Dieser kontraproduktiven Haltung zum Trotz haben Oliver Gassmann und Sascha Friesike Ihr Buch geschrieben. Sie bieten keine Rezepte, sondern regen auf intelligente und inspirierende Art zu einer innovativen Haltung an.

Gassmann & Friesike - 33

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Geropp+2013

Ist die Katze aus dem Haus

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich habe Bernd Geropp zunächst virtuell über Twitter (@BerndGeropp ) und im Laufe der Zeit persönlich kennengelernt. Ich schätze ihn als einen der wenigen selbstständigen Berater, die eine Menge eigene Erfahrung als Unternehmer und später als angestellter Geschäftsführer in ihre beraterische Praxis einbringen. Was er seinen Klienten an Leistung liefert, ist durch und durch erprobt. Da lag es natürlich nahe, ein eigenes Buch zu schreiben und seine praxisnahen Ratschläge und Tipps auf diesem Wege der Öffentlichkeit vorzustellen. Enstanden ist ein Ratgeber für Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die eigenverantwortliche und selbstständige Mitarbeiter wollen.

Hamel+2008+-+Das+Ende+des+Managements

Das Ende des Managements

Liebe Leserinnen und Leser!

2007 erschien das Original dieses Buches unter dem englischen Titel “The Future of Management”. Offensichtlich wurde in der deutschen Übersetzung aus der Zukunft kurzerhand das Ende. Ich erinnere mich noch, das ich dies anfänglich ziemlich sonderbar fand. Ist es doch eine gänzlich andere Bedeutung. Heute sehe ich das anders. Die Übersetzung wird dem Problem und der Lösung eher gerecht. Denn der Begriff “Management” ist zutiefst geprägt, imprägniert und verseucht durch Vorannahmen und Vorgehensweisen, die für eine menschliche und damit erfolgreichere Wirtschaft keinen Sinn machen. Woher der Begriff genau stammt, ist umstritten. Eine mögliche Wortherkunft stammt aus dem lateinischen “manus agere”: an der Hand nehmen und Führen. Das machen wir zurecht mit unseren Kindern, sollten es aber unseren Mitarbeitern gegenüber unterlassen. Doch bis heute wird genau das immer noch häufig praktiziert: Eine Arbeitsbeziehung, in der einer oben und die andere unten ist; in der Verantwortung entzogen und angewiesen wird, teilweise bis hin zur Schreibtischordnung. Deshalb ist der deutsche Titel zutreffender für die radikalen Änderungen, die Gary Hamel vorschlägt und an Hand erfolgreicher Unternehmensbeispiele ausführlich illustriert. Auch wenn wir dafür noch keinen neuen, inspirierenden Begriff haben. Aber dieses Vakuum fördert die Kreativität und einen visionären Blick über das Althergebrachte hinaus.

Bauer+2006+-+Prinzip+Menschlichkeit

Prinzip Menschlichkeit

Liebe Leserinnen und Leser!

Wirtschaft ist Krieg! Manager sind harte Hunde, um nicht zu sagen: echte ökonomische Elite-Kampfschweine, trainiert in der harten Kunst wirtschaftlichen Nahkampfs, um den War for Talents zu gewinnen, um zu verhindern, von der Konkurrenz verschlungen, filetiert oder in Stücke gerissen zu werden. Diesen Eindruck bekommt man jedenfalls, seitdem Wirtschaft vom Militär lernt und sich eines entsprechend martialischen Vokabulars bedient. Es ist ein regelrechtes Warwording: Abwehrschlacht, Chief X Officer, Headhunter, Hauptquartier, Patentkrieg und so weiter und so fort. Da uns die Geschichte, Wirtschaft sei Krieg, immer wieder aufs Neue verkauft wird, in unser aller Hirn gehämmert, entfaltet sie ihre Wirkung. Worte sind machtvoll. Vom Kriegsszenario ausgehend ist es dann nur die logische Konsequenz, dass Kooperation als naives Gutmenschentum in den Schlamm globaler Wirtschaftsschlachtfelder getreten wird; sie gerät ins Kreuzfeuer aus Sozialdarwinismus und Verdrängungswettbewerb. Das indes all dieses verbale Säbelgerassel, diese pseudowissenschaftlichen Paraden nichts weiter als unhaltbare Behauptungen sind, wird allerspätestens klar, wenn man Bauers Buch liest. Es ist ein biologisch und medizinisch fundiertes Plädoyer für mehr Menschlichkeit – und damit auch für Kooperation in der Arbeitswelt.