Beiträge

Grant 2013 - Geben und nehmen

Geben und Nehmen

Liebe Leserinnen und Leser!

“Geben ist seliger als nehmen.” – hieß es schon im neuen Testament. Das es glücklicher machen könnte, als vorzugsweise zu nehmen, gar zu raffen, ist auch ohne Wissenschaft recht offensichtlich. Aber im Kontext von Arbeit und Wirtschaft? Da wird es spannend. Kriegen wir nicht ständig gepredigt, dass die Eigennutzenmaximierung eine der beiden Säulen unserer Wirtschaft wäre? Und sind nicht diejenigen erfolgreicher, die Ihr Ego aufblasen und es vorne an stellen? Ich jedenfalls bin genau davon ausgegangen. Alleine deshalb ist Grants Buch für mich eine wertvolle Lektüre gewesen: Geber haben in vielfältiger Weise die besseren Karten als Nehmer und sogar als Tauscher. Grant leistet mit seinem Buch neben Werken wie →”Wieviel ist genug” oder →”Small is beautiful” einen weiteren fundamentalen Beitrag zu einem Wirtschaftswandel hin zu einer funktionierenden Gemeinwohlökonomie.

Grant 2013 - Geben und nehmen

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Diefenbacher++Zieschank+2011+-+Wohlstand

Woran sich Wohlstand wirklich messen lässt

Liebe Leserinnen und Leser!

Nach der Lektüre von Büchern wie →”Befreiung vom Überfluss“, →„Wieviel ist genug“ oder →„Wohlstand ohne Wachstum“ war mir klar: Das Bruttoinlandsprodukt ist keine sinnvolle Messgröße, um gesellschaftlichen und individuellen Wohlstand oder Lebensqualität zu messen. Es ist ebensowenig eine zieldienliche Kennzahl, um politische und gesellschaftliche Impulse zu setzen, die zu einer menschlichen Wirtschaft führen. Ich hatte vielmehr begriffen, dass wir Alternativen zum BIP brauchen. Aber welche anderen Möglichkeiten gibt es? Welche Entwicklungen gab und gibt es? Diese Lücke schließt das kleine Buch von Hans Diefenbacher und Roland Zieschank.

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Fromm+2005+-+Haben+oder+Sein

Haben oder Sein

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich schätze, dass es mindestens 20 Jahre her ist, seit ich Haben oder Sein das erste Mal las. Da der Titel immer noch äußerst pointiert und treffend ist, fiel mir dieses Buch wieder ein, sicherlich eines der bekanntesten und beliebtesten Werke Erich Fromms. Als ich es jetzt wieder mit dem Fokus einer möglichen Buchempfehlung las, war ich verblüfft. Vieles von dem, was in der Erstveröffentlichung 1976 zu lesen war, ist geradezu prophetisch. Fromm hatte bereits vor fast vierzig Jahren eine äußerst klare Sicht auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft und vor allem: wo unsere momentane Welt hinsteuern wird, wenn wir sie nicht fundamental ändern. Somit ist dieses Buch für alle, die es noch nicht kennen, ebenso empfehlenswert wie für diejenigen unter Euch, die es bereits gelesen haben. Es lohnt sich, es noch einmal zu lesen. Fromm schärft unseren Blick auf eine inhumane Wirtschaft und Gesellschaft, deren Sozialcharakter mehr als nur bedenklich ist.

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Skidelsky+2013+-+Wieviel+ist+genug

Wie viel ist genug?

Liebe Leserinnen und Leser!

Es ist eine gute, wichtige und ebenso leicht wie schwierig zu beantwortende Frage: Wieviel ist genug? Noch vor ein paar Jahren hätte ich die (neo-)liberale und konstruktivistische Position eingenommen: Das muss jeder selbst entscheiden. Mittlerweile sehe ich das anders. Es ist längst nicht mehr damit getan, diese Frage vom Tisch zu wischen, indem man sie als eine absolut private, rein persönliche Angelegenheit betrachtet. Umgekehrt kann es natürlich nicht angehen, dass wir in einer Öko-Bescheidenheits-Diktatur landen, in der wer auch immer der Bevölkerung der Wohlstandsländer seine Meinung aufoktroyiert, dass niemand zwei SUVs á 300PS+ braucht. Also gilt es einen intelligenten Mittelweg zu finden, zwischen Zwang und falsch verstandener Freiheit. Außerdem öffnet sich bei der Frage, wieviel denn genug sei, der historische und kulturelle Zusammenhang: War es schon immer so wie heute? Ist es überall so? Was sagen andere Kulturen zu der Frage? Und wie wurde die Frage in anderen Zeiten beantwortet, ehedem, noch bevor wir uns mit dem “Turbokapitalismus” in das Hamsterrad des höher-schneller-weiter selbst eingesperrt hatten?

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Seidl+2010+-+Postwachstumsgesellschaft

Postwachstumgsgesellschaft

Liebe Leserinnen und Leser1

Pünktlich zum letzten Werktag vor Weihnachten mein letzter Buchtipp für dieses Jahr. Es ist ein großartiger Sammelband rund um das Thema Postwachstumgsgesellschaft. Das Buch lag schon eine Weile bei mir herum, bevor ich mich aufraffen konnte, es zu lesen. Die Aufmachung hielt mich vor einer früheren Lektüre ab, das Buch wirkte trocken und wenig mitreißend – aber ich habe mich einmal mehr gründlich getäuscht. Nachdem ich den ersten Artikel “Unternehmen ohne Wachstumszwang: Zur Ökonomie der Gemeingüter” von Gerhard Scherhorn gelesen hatte, war mein Widerstand überwunden und meine Begeisterung entfacht. Eine der großen Vorteile dieses Bandes liegt in seiner Natur als Herausgeberband: Er ist gefüllt von 21 Artikeln, einem Vorwort von Bundespräsident a.D. Horst Köhler und den abschließenden Thesen für eine Postwachstumsgesellschaft. Jeder Artikel ist zwischen 4 und 11 Seiten lang und damit prima in kurzer Zeit zu bewältigen. Und natürlich könnt Ihr einsteigen wo Ihr wollt, niemand muss erst 200 Seiten lesen, um von einem danach folgenden Artikel zu profitieren. Das schon mal als Teaser vorab.

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