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Spiegel+-+Faktor+Mensch

Faktor Mensch

Liebe Leserin, lieber Leser!

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das erste Buch rund um den Global Marshall Plan hier auftaucht. Peter Spiegel ist mir natürlich seit ein paar Jahren ein Begriff, allerdings in Verbindung mit dem “genisis institut” und dem Vision Summit. Und so hat es bis heute gedauert, dass ich die Verbindung von Spiegel zum Global Marshall Plan begriffen hatte. Dafür bin ich jetzt umso überzeugter, dass dieses globale, gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Konzept ein sehr vielversprechender Ansatz für ein, wie Spiegel es in seinem Untertitel formuliert, “humanes Weltwirtschaftswunder” ist. Vor allem auch deshalb, weil hier niemand das Rad neu erfindet, sondern auf einer Menge längst bestehender, gründlicher Vorarbeiten aufbaut und das auch klar und deutlich darlegt.

Jackson+2011+-+Wohlstand

Wohlstand ohne Wachstum

Liebe Leserin, lieber Leser!

Schon seit Jahren wundere ich mich: Häufig und regelmäßig gibt’s Nachrichten zu unserem aktuellen Wirtschaftswachstum in Verbindung mit der Hoffnung auf Aufschwung oder der Angst vor einer Rezession. Da werden 1-2% in die eine oder andere Richtung zu einer weltbewegenden Sache. Die Sucht nach Wachstum ist derart stark, dass sogar eine Schrumpfung nicht mehr als solche benannt wird, sondern “Negativwachstum” getauft wurde – nur um weiterhin von Wachstum sprechen und berichten zu können (Vergleiche meinen Blogpost “Wirtschaftswachstumswahnsinn“, inclusive Umfrage).
Das vor dem Hintergrund, dass jeder Mensch mit einem Restanteil von Großhirnrinde doch kapieren sollte: 1_ Ein Subsystem (Wirtschaft) eines endlichen Systems (Unser Planet) kann nicht endlos wachsen (mein 5 jähriger Sohn kapiert dass, aber keine (neoliberalten) Ökonomen). 2_ Die entwickelten Länder sind fast vollständig gesättigt (weshalb Herr Winterkorn und seine Mannen China so sehr lieben). Die meisten Ökonomen kleben trotzdem weiterhin an der Mär “Ohne Wachstum kein Wohlstand” wie ein zappelnd zuckendes Insekt am Sonnentau. Das zu ändern und einen öffentlichen Diskurs loszutreten, ist das Ziel von Tim Jacksons Wohlstand ohne Wachstum.

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zur+Bonsen+2009+-+Leading

Leading with Life

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Gleich vorweg: Ich bin der Falsche, um dieses Buch zu rezensieren. Zur Bonsen und seine beiden Ko-Autorinnen Jutta Herzog und Myriam Mathys laufen bei mir offene Türen ein. Da sie ziemlich identische Werte und eine mir sehr nahestehende Sicht auf Unternehmen und Organisationen haben, fällt es mir schwer, mit professioneller Distanz auf Ihr Werk zu blicken. Trotzdem erlaube ich mir, diese Buchbesprechung mit anschließender Empfehlung.

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Die Ökonomie von Gut und Böse.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich wurde durch einen Freund aufmerksam auf dieses Buch. Ich gebe zu, dass mich der Titel nicht gleich hinter der Couch hervorlockte, deutete er in meiner Wahrnehmung doch reichlich auf ethisch-philosophische Überlegungen, die mir zu weit vom täglichen Wirtschaftshandeln entfernt schienen. Überzeugt hat mich dann aber eine Sendung des Schweizer Fernsehens (siehe weiter unten als YouTube Video), in der Sedláček nicht nur menschlich äußerst sympathisch rüberkommt, sondern auch seine Begeisterung auf mich übertragen konnte.
Eines muss ich vorweg einschränkend schreiben: Keine Rezension, die nicht selbst den Charakter zumindest eines Artikels annimmt, kann letztlich dem Umfang und dem Reichtum dieses Werkes gerecht werden. Aber ein unvollkommener Versuch ist ebenso besser als Nichts, wie eine unexakte Prognose, die sich bestätigt besser ist, als eine exakte, die falsch liegt.

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