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Senge+2011+-+Revolution

Die notwendige Revolution

Liebe Leserin, lieber Leser!

Beide kenne ich und schätze sie: Erstens, den Carl-Auer Verlag, bei dem ich selbst schon zwei Bücher veröffentlicht habe, unter anderem das “Management von Nichtwissen in Unternehmen“. Und zweitens, den Hauptautoren dieses Buches, der mir durch seine mittlerweile zum Beratungsstandard etablierten Werke “Die fünfte Disziplin” und “Das Fieldbook zur fünften Disziplin” bekannt ist. Senge hat sich weltweit einen Namen als erfolgreicher systemischer Berater von Unternehmen, NGOs und Regierungsorganisationen gemacht. Zudem lehrt und forscht er seit geraumer Zeit als Senior Lecturer zu Führung und Nachhaltigkeit an der MIT Sloan School of Management. 2008 veröffentlichte er gemeinsam mit seinen Ko-AutorInnen “Die notwendige Revolution”. 2011 erschien dann im Carl-Auer Verlag die lang erwartete deutsche Übersetzung. 464 Seiten – das ist ein Wort, beziehungsweise ziemlich viele. Aber die Lektüre lohnt sich und ist in unserer Zeit dringend nötig.

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Chouinard+-+Lass+die+Mitarbeiter

Lass die Mitarbeiter surfen gehen.

Liebe Leserin, lieber Leser!

patagonia ist ein großartiges Fallbeispiel für gesund, ja sogar “sinnvoll · wirtschaften”. Dass dieses Unternehmen etwas sehr Besonderes ist, wird schon in dem Moment klar, in dem der Gründer und Inhaber, Yvon Chouinard gleich zu Beginn seines Buches deutlich macht, dass er eigentlich nie Unternehmer werden wollte; dass er nicht einmal Respekt für diese Spezies Mensch hatte, sondern vielmehr reichlich viel Übel mit ihnen verbindet (ging mir auch mal so). Das sind natürlich sehr gute Vorbedingungen, um sich nicht an die üblichen unternehmerischen Glaubenssätze zu halten, sondern stattdessen Neues auszuprobieren. Und daran hält sich Chouinard bis heute. Er sieht sogar… aber nein, das verrate ich erst am Ende dieser Buchbesprechung.

Straub+2012+-+Aldi

Aldi – einfach billig

Liebe Leserin, lieber Leser!
Aldi kennt so ziemlich jeder. Es gibt viele Fans, einige Bewunderer und nicht allzuviele ernsthafte Kritiker. Jedem, der noch halbwegs denken kann, muss klar sein, dass billig seinen Preis hat. Und zwar sozial wie ökologisch. Vor allem aber, so scheint es, zahlen den Preis für die ach so tollen Tiefpreise die Mitarbeiter. Und nicht nur die “einfachen” an der Kasse, die zusätzlich durch die Filialen hetzen müssen, um Kartons wegzuräumen, Artikel nachzuladen oder leere Paletten rauszufahren; nein, es scheint auch Bereichsleiter ordentlich zu beuteln. Einer hat vor nicht allzulanger Zeit seinen persönlichen Leidensweg, den er natürlich selbst zu verantworten hat, in einem Buch dokumentiert: “Aldi – einfach billig. Ein ehemaliger Manager packt aus” von Andreas Straub.

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WILEY-VCH WEINHEIM, GERMANY

Aus der Giftküche des Managements

Liebe Leserin, lieber Leser!
Es blubbert. Es brodelt. Es stinkt. Bis zum Himmel. Was Thomas Bubeck da aus seinen über 30 Jahren Berufserfahrung in Unternehmen zusammengestellt hat, übertraf bei Weitem meine bisherige durchweg kritische Sicht des Top-Managements. Da gibt es monate- wenn nicht gar jahrelange präpsychotische Entgleisungen, die toleriert und den Mitarbeitern zugemutet werden, nur weil der Mann, dem der Sinn für die Realitätsprüfung abhanden gekommen ist, als CEO das Unternehmen leitet und somit sakrosankt ist. Ein Hort irrationalen Wahnsinns, sogar psychopathologisch gemäß der augenblicklich geltenden Manuale DSM IV-TR und ICD 10 diagnostizierbar. Schließlich landete besagter Chefoffizier am Ende in der Psychiatrie. Unglaublich.
WILEY-VCH WEINHEIM, GERMANY