Beiträge

Pfläging 2013 - Organisation für Komplexität

Organisation für Komplexität

Liebe Leserinnen und Leser!

Keine Frage, wir leben immer noch in den betriebswirtschaftlichen Anfängen des 19. Jahrhunderts. Zumindest was das Menschenbild der meisten Unternehmensführer angeht und die damit verbundenen Strukturen, Kulturen und Managementtechniken. Ich durfte das selbst vor kurzem wieder nach einem Vortrag erleben. Abbau formaler Hierarchie? Nein, das geht nur bei kleinen, neu gegründeten Unternehmen. Und überhaupt: Nicht jeder will Verantwortung übernehmen. Da ist sie wieder: Die alte abgeklärte Weisheit, es könne nicht nur Häuptlinge geben. Wir brauchen auch Indianer. Um langsam aber sicher mit diesem Blödsinn aufzuräumen, ist Niels neues Buch ein guter Beitrag.

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Pfläging 2011 - Flexible Ziele

Führen mit flexiblen Zielen

Liebe Leserinnen und Leser!

2008 lernte ich Niels Pfläging kennen. Er kommentierte in seiner unnachahmlich provokativen Art meinen ebenfalls provokativen Blogpost “Nichtwissen durch sensationelle Faulheit.” Daraus ergab sich schnell ein erstes Gespräch per Skype, weitere folgten und schon kurze Zeit später besuchte Niels mich in Heidelberg. Zahlreiche weitere Diskussionen und Auseinandersetzungen folgten, und ich lernte Niels Managementkritik gründlich kennen. Nicht nur durch die Lektüre seiner Bücher, sondern durch den lebendigen Austausch. Das war sehr hilfreich um zu verstehen, dass Niels etwas Wichtiges gelungen ist: “Führen mit flexiblen Zielen” ist eine vollauf gelungene Übersetzung des sperrigen “Beyond Budgeting” Konzepts, das aus der Analyse vieler andersartiger Unternehmen entstand, in eine alltagspraktische Unternehmens- und Führungssprache. Und wer wäre besser geeignet, diese Übersetzung zu leisten, als Niels? Niemand, denn er hat auch das deutsche Standardwerk zu diesem Thema verfasst (siehe Link oben). “Führen mit flexiblen Zielen” ist ein ebenso wertvoller Beitrag zu einer sinnvollen Haltung im Umgang mit Zielen wie ein äußerst nützlicher Methodenkoffer, wie man flexible oder relative Ziele setzt, verfolgt und umsetzt. Und es in der Ersterscheinung 2006 mit dem Wirtschaftsachbuchpreis von der Financial Times Deutschland und get abstract ausgezeichnet.

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Geropp+2013

Ist die Katze aus dem Haus

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich habe Bernd Geropp zunächst virtuell über Twitter (@BerndGeropp ) und im Laufe der Zeit persönlich kennengelernt. Ich schätze ihn als einen der wenigen selbstständigen Berater, die eine Menge eigene Erfahrung als Unternehmer und später als angestellter Geschäftsführer in ihre beraterische Praxis einbringen. Was er seinen Klienten an Leistung liefert, ist durch und durch erprobt. Da lag es natürlich nahe, ein eigenes Buch zu schreiben und seine praxisnahen Ratschläge und Tipps auf diesem Wege der Öffentlichkeit vorzustellen. Enstanden ist ein Ratgeber für Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die eigenverantwortliche und selbstständige Mitarbeiter wollen.

Gebhards letztes Buch, sehr empfehlenswert

Affenmärchen

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich hatte lange überlegt, ob ich dieses Buch rezensiere. Nicht etwa, weil ich zuviel zu meckern hätte. Vielmehr ist Gebhard Borck ein Beraterkollege, mit dem ich mehrere Jahre intensiv zusammengearbeitet hatte und bis heute kollegial verbunden bin. Die Entstehung dieses Buches fiel genau in die Zeit unserer intensiven Kooperation. Gebhard fing mit seinem Buch an, als ich gerade mein “Feel it!” fertiggestellt hatte. So wie er mich seinerzeit intensiv bei der Erstellung meines Buches durch permanentes Gegenlesen bei der Manuskripterstellung unterstützte, wurde nun ich sein Sparringspartner beim Schreiben. Der Grund, das Buch nicht zu empfehlen, lag also darin, dass ich den Eindruck hatte, nicht ausreichend Distanz dazu zu haben. Nun, offensichtlich sehe ich das heute anders. Nachdem mir in diversen Büchern das Thema Sinn im Beruf immer wieder über den Weg lief, kann ich nur feststellen: Affenmärchen ist das mit Abstand beste Buch zu diesem Thema.

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de Geus 1997 - Jenseits der Ökonomie

Jenseits der Ökonomie

Liebe Leserin, lieber Leser!

Mit dieser Buchbesprechung habe ich mich entschieden, ein 14 Jahre altes Buch hervorzukramen und es hier vorzustellen. Warum hole ich solche alten Kamellen aus dem Regal? Und dann auch noch welche, die es nur noch antiquarisch zu erstehen gibt? Ganz Einfach: Erstens hat der Autor, Arie de Geus, Ex-Shell Manager, mit dem Buch etwas getan, was bis heute Wellen schlägt, auch in meinem Buch “Feel it!“. Zweitens geht es mir schon länger auf den Keks, dass wir in unserer schnell lebigen Zeit immer nur das Neueste Produkt in den Fokus rücken (Stichwort iPhone) und Altes aber Bewährtes verramschen, verdrängen und vergessen. Ein ebensowenig intelligentes wie nachhaltiges Verhalten. Also werde ich fortan nicht nur die neuesten, druckfrischen Bücher empfehlen, sonder auch ältere Werke. Jetzt aber zu Arie de Geus – und was er so Besonderes mit diesem Buch geleistet hat:

de Geus 1997 - Jenseits der Ökonomie

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