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#vaeth_arbeit (Page 1)

Arbeit. Die schönste Nebensache der Welt

Neue Arbeit – schon mal gehört, oder? Flexible Arbeitszeiten, manchmal auch als Vertrauensarbeitszeit auf Tour, freie Arbeitsplatzwahl, also vor allem im grad angesagten Cafe das neue Webdesign bei einem Spiced Pumpkin Latte erstellen, die Chefs wählen (ja, sogar den CEO (wobei nicht klar ist, warum der noch Chief Executive OFFICER heißt)), zum informellen Kreativitätsschub ab und an an den Unternehmensbilliardtisch (Ne, Kicker war gestern und ist überhaupt nur ein blödes Vorurteil), und – gaaaanz wichtig: all die die unfassbar leckeren und gesunden Smoothies im Kühlschrank, mit denen sich jeder eine unanständige Überdosis Vitamine und freie Radikalfänger einfahren kann und die Krankenkasse glücklich macht. Geil, das mit der Neuen Arbeit, oder? Wenn Du das weiter für der Weisheit letzten Schluss halten möchtest, solltest Du jetzt nicht auf “Weiterlesen” klicken!

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Lohmann 2013 - und mittags

… Und Mittags geh ich heim.

Liebe Leserinnen und Leser!

Wieder einer und eines mehr! Ein Unternehmer und sein Unternehmen, in dem sinnvoll und menschlich gewirtschaftet wird. Einmal mehr gilt mein Dank changeX, dem Online-Magazin um in die Zukunft zu denken. Denn dort wurde Detlef Lohmann und sein Unternehmen allsafe JUNGFALK GmbH & Co. KG in dem Artikel “Expertise statt Hierarchie” vorgestellt. So bin ich auf Lohmanns Buch gestoßen. Lohmann und sein Unternehmen zeigen, dass es mit zur Zeit 129 MitarbeiterInnen bei der Herstellung von Ladegutsicherungen und Transportsystemen möglich ist, anders vorzugehen, als gemeinhin angenommen. Die Grundlage dazu sieht Lohmann selbst im Menschenbild.

Lohmann 2013 - und mittags

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Semler 1993 - Semco System

Das Semco System

Semco – gefühlte tausend Mal gehört, gesehen, gelesen. Immer wenn es um alternative Modelle der Unternehmenssteuerung geht, taucht Ricardo Semler und Semco auf. Es ist gewissermaßen unmöglich, Semler und Semco nicht zu begegnen, sobald es um Selbstorganisation und Mitbestimmung geht. Das erste Mal begegnete mir Semco in Niels Pflägings Buch →”Führen mit flexiblen Zielen“. Es war faszinierend, was ich da gelesen hatte und fortan stolperte ich an jeder Ecke auf dem Weg zu mehr Selbstorganisation über Semlers Firma. Auch wenn es schon deutlich länger erfolgreiche Unternehmen gibt, die Mitbestimmung konsequent umgesetzt haben, so ist Semco doch immer noch irgendwie der große leuchtende Stern am Himmel der Wirtschaftsdemokratie. Also musste ich auch irgendwann, früher oder später, endlich dieses Buch lesen, in dem Ricardo Semler höchstselbst über die Entstehung des “Semco Systems” berichtet. Und das macht er richtig gut, unterhaltsam, für manche Leser sicherlich auch hie und da provokant, selbstkritisch und -ironisch, und vor allem: Immer auf der Suche nach einer noch besseren Lösung.

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Belitz 1998 - vorwärts...

“Vorwärts und nicht vergessen…”

Liebe Leserinnen und Leser!

Auf meiner Suche nach ungewöhnlichen Unternehmen, die erfolgreich die ewig gleichen Mythen der Unternehmensgestaltung  und – Steuerung widerlegen, bin ich vor geraumer Zeit auf die Hoppmann Autowelt aufmerksam geworden. Nachdem ich begriffen hatte, wie in diesem Unternehmen schon seit 1969 (!) Wirtschaftsdemokratie gelebt wird, nahm ich Kontakt mit dem jetzigen Geschäftsführer Bruno Kemper auf. Er ließ mir freundlicherweise nach unserem ersten Telefonat gleich zwei Bücher und eine Broschüre über das System Hoppmann zukommen. Eines dieser Bücher stelle ich hier nun vor. Es ist ein Sammelband aus dem Jahr 1998, in dem aus verschiedenen Perspektiven das Modell- und Vorzeigeunternehmen durchaus kritisch beschrieben wird.

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Schweizer & Bossmann 2013 - Demografiemanagement

Systemisches Demografiemanagement

Liebe Leserinnen und Leser!

Wirtschaft die für Menschen gemacht wird muss sich um die Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen kümmern. Und eine Wirtschaft, die auch dann noch erfolgreich sein will, wenn es mehr ältere als junge Menschen gibt, muss sich rechtzeitig um Lösungen für ein Problem kümmern, das heute noch nicht dringlich scheint. Jochen Schweitzer und Ulrike Bossmann haben mit dem “Systemischen Demografiemanagement” ein Buch herausgegeben, in dem sie mit weiteren AutorInnen einen hervorragenden Einblick in unternehmerische Herausforderungen des Demographischen Wandels geben. Wie das Herausgeberteam einleitend  feststellt, wird so ziemlich allerorten vom Phänomen der (Über-)Alterung in unserer Gesellschaft gesprochen, aber kaum ein Unternehmen zieht daraus ernsthafte Konsequenzen. Auch wenn das keineswegs spezifisch für dieses Phänomen ist (siehe die alltäglichen Forderungen nach “Innovationen” versus normierte Unternehmenssteuerungen), so ist es doch gut, dass der übliche unternehmerische Traditionalismus einmal mehr aufgezeigt und hinterfragt wird. Aber da bleiben die AutorInnen nicht stecken, sondern geben viele konkrete Tipps, was getan werden kann, um das Unternehmen fit für eine Übermacht der Silver Ager zu machen.

Schweizer & Bossmann 2013 - Demografiemanagement

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