Beiträge

Borck - Wetten_groß

Wetten statt Planen

Es ist mittlerweile das dritte Buch meines Kollegen Gebhard Borck. Auf “Affenmärchen. Arbeit frei von Lack und Leder“, dem Debut mit einem Managementsachbuch folgte der erste Ratgeber “Dein Preis” über wertbasierte Verpreisung als Alternative zur herkömmlichen Herangehensweise von Tagessätzen. Aktuell folgte nun sein drittes Buch, angesiedelt irgendwo zwischen Sachbuch und Ratgeber. Es ist eine logisch anmutende Konsequenz aus Affenmärchen, denn schon dort schrieb Gebhard: “Gibt man uns Menschen einen Plan und koppelt daran unsere Existenz und unser Einkommen, dann nutzen wir unsere Intelligenz, sobald wir den Plan akzeptiert haben, um die Vorgaben zu erreichen.” (Borck 2011, S. 82) Das heißt allerdings keineswegs, dass es besonders klug, effektiv oder effizient wäre, auf die traditionelle Weise zu planen. Wohl eher das Gegenteil. Eine interessante Option zum Planungsdesaster liegt vielleicht in einem fundamentalen Wandel hin zu vernünftigem Wetten. Wer jetzt innerlich zusammenzuckt oder den Kopf schüttelt, sollte gerade weiterlesen. Lernen und Fortschritt rühren nicht daher, sich in einer mentalen Komfortzone einzurichten…

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Pfläging 2011 - Flexible Ziele

Führen mit flexiblen Zielen

Liebe Leserinnen und Leser!

2008 lernte ich Niels Pfläging kennen. Er kommentierte in seiner unnachahmlich provokativen Art meinen ebenfalls provokativen Blogpost “Nichtwissen durch sensationelle Faulheit.” Daraus ergab sich schnell ein erstes Gespräch per Skype, weitere folgten und schon kurze Zeit später besuchte Niels mich in Heidelberg. Zahlreiche weitere Diskussionen und Auseinandersetzungen folgten, und ich lernte Niels Managementkritik gründlich kennen. Nicht nur durch die Lektüre seiner Bücher, sondern durch den lebendigen Austausch. Das war sehr hilfreich um zu verstehen, dass Niels etwas Wichtiges gelungen ist: “Führen mit flexiblen Zielen” ist eine vollauf gelungene Übersetzung des sperrigen “Beyond Budgeting” Konzepts, das aus der Analyse vieler andersartiger Unternehmen entstand, in eine alltagspraktische Unternehmens- und Führungssprache. Und wer wäre besser geeignet, diese Übersetzung zu leisten, als Niels? Niemand, denn er hat auch das deutsche Standardwerk zu diesem Thema verfasst (siehe Link oben). “Führen mit flexiblen Zielen” ist ein ebenso wertvoller Beitrag zu einer sinnvollen Haltung im Umgang mit Zielen wie ein äußerst nützlicher Methodenkoffer, wie man flexible oder relative Ziele setzt, verfolgt und umsetzt. Und es in der Ersterscheinung 2006 mit dem Wirtschaftsachbuchpreis von der Financial Times Deutschland und get abstract ausgezeichnet.

Pfläging 2011 - Flexible Ziele

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Weick++Sutcliffe+-+Das+Unerwartete

Das Unerwartete managen

Liebe Leserinnen und Leser,

Wie soll man das Unerwartete managen? Es ist doch eben unerwartet. Da es unerwartet ist, scheint es – in Anlehnung an Nassim Nicholas Talebs →”Schwarzen Schwan” – zudem höchst unwahrscheinlich und entzieht sich damit der Berechenbarkeit. Die Antwort auf diese berechtigen Fragen ist indes in ihrer Verdichtung einfach: Nur der vorbereitete Geist vermag den Zufall zu nutzen. Und auf Fehler angemessen reagieren. Was einen solchen vorbereiteten Geist ausmacht und wie man ihn in Unternehmen und Organisationen professionell aufbauen kann, darauf geben die beiden Autoren Karl Weick und Kathleen Sutcliffe fundierte Antworten. Das so gründlich, dass ihr Begriff der “High Reliability Organizations” mittlerweile vielen bekannt ist.

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Brodbeck - Fragwürdigen Grundlagen

Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor knapp vier Wochen bekam ich zu meinem Geburtstag “Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie”. Es war ein sehr gelungenes Geschenk, denn das Buch hat sich als genauso hervorragend erwiesen, wie ich vermutete – weil ich Karl-Heinz Brodbeck schon kannte. Und zwar als Autor des ebenso brillanten Artikels “Die Differenz zwischen Wissen und Nichtwissen” in meinem eigenen Herausgeberband “Management von Nichtwissen in Unternehmen” von 2007. Das hier empfohlene Buch ist eine messerscharfe Analyse unserer Betriebs- und Volkswirtschaft. Ein Skalpell, dass all den pseudowissenschaftlichen Unsinn der Ökonomie blank legt, so dass jeder, der zu echtem Denken gewillt ist, deren abgrundtiefe Irrtümer erkennen kann. 

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