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Gassmann & Friesike - 33

33 Erfolgsprinzipien der Innovation

Liebe Leserinnen und Leser!

Innovation, Innovationskraft, Innovationsmanagement. Vielleicht sind das die höchst inflationären Modewörter unserer heutigen Wirtschaft. Fast jedes Unternehmen glaubt innovativ sein zu müssen und viel zu viele glauben allen Ernstes, es zu sein.  Wieviel Blödsinn, wieviel Geistloses, wieviel im Grunde zutiefst Konservatives wird als “innovatives” Produkt in den Markt gedrückt? Und da, wo die Einsicht besteht, dass man ja vielleicht doch ein wenig innovativer werden könnte, erklingt fast immer der Ruf nach einem systematisierenden Innovationsmanagement. Kreativität auf Knopfdruck. Schöpfen und Schaffen auf höchstem Niveau im maschinellen Gleichtakt. Immer gerade dann, wenn es gebraucht wird. Dieser kontraproduktiven Haltung zum Trotz haben Oliver Gassmann und Sascha Friesike Ihr Buch geschrieben. Sie bieten keine Rezepte, sondern regen auf intelligente und inspirierende Art zu einer innovativen Haltung an.

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Hoppla, ich habe Ihre Firma versenkt!

Liebe Leserinnen und Leser!

Das ist erfrischend. Eine ehemals sehr erfolgreiche Unternehmensberaterin im klassischen Sinn der Major Consulting Firmen plaudert aus dem Nähkästchen. Und was da zutage kommt, ist alles andere als vorteilhaft für all die Meckis, BCGs und Bergers dieser Welt. Karen Phelan war mittendrin im Gewühl um die besten Konzepte und Tools mit dem Ziel, die dicksten Fische zu angeln. Und zwar ausreichend lange, um wirklich zu wissen, worüber sie schreibt: Satte dreißig Jahre arbeitet sie nun als Managementberaterin und kommt zu Ergebnissen, die sehr an andere aktuelle Bücher wie Patrick Cowdens →”Neustart” oder Gebhard Borcks →”Affenmärchen” erinnern. Mir macht dieses Buch Mut, denn seine Autorin beweist, dass es möglich ist, sich auch nach vielen Jahren der Durchseuchung mit unsinnigstem Hardcoreberaterschwachsinn eine gesunde Selbstkritik zu bewahren – und die Konsequenzen zu ziehen.

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Fried+2010+-+Rework

Rework

Liebe Leserinnen und Leser!

Interessant, wie sich die Sicht auf Dinge verändern. Und damit natürlich auch auf Bücher. Ich hatte Rework schon vor ungefähr einem Jahr das erste Mal gelesen. Damals hatte es mich nicht überzeugt, obwohl es ein New York Times Bestseller war. Nun habe ich es einer Intuition folgend wieder in die Hand genommen – und siehe da: Es erscheint mir lohnenswert. Es ist ein wunderbar leicht zu lesendes Buch, dass trotz der Kürze der Kapitel Erkenntnisse, Tipps und Tricks vermittelt, die äußerst hilfreich sind. Sofern man (s)ein Unternehmen anders gestalten und führen will, als gemeinhin üblich.

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Sunstein+2009+-+Infotopia

Infotopia

Liebe Leserinnen und Leser!

Über die Lektüre von Eli Parisers →”Filter Bubble” bin ich auf den amerikanischen Juraprofessor Cass Sunstein aufmerksam geworden: In seinem im amerikanischen Original bereits 2006 vorgelegten Buch Infotopia widmet er sich der kollektiven “Vorbereitung und Produktion” von Wissen. Dies ist längst nicht mehr die alleinige Aufgabe weniger Experten, sondern eine Herausforderung, an der seit der Erfindung und Entwicklung des Internets zunehmend mehr Menschen beteiligt sind. Seit den 1990ern sind dabei internetbasierte Technologien entstanden, die Impulse für erfolgreichere Zusammenarbeit und Entscheidungsprozesse in Gruppen geben. Prognosemärkte, Wikis, Open Source Projekte und Blogs bieten vielfältige Anregungen, wie wir verteiltes Wissen besser zusammenführen können als bisher. Und das ist eine der zentralen Herausforderungen, um der steigenden Komplexität und Dynamik unserer (Wirtschafts-)Welt gerecht zu werden. Glücklicherweise gilt dabei: “Was die Aggregation von Informationen angeht, befinden wir uns noch ganz am Anfang einer Revolution.” (S. 19)

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Ries+-+Lean+Startup

Lean Startup

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor kurzem erhielt ich von Heiko Bartlog den Buchtipp zu Lean Startup. Der Anfang haute mich nicht unbedingt aus den Socken, denn eine der zentralen Ideen des Buches, die Bauen – Testen – Lernen – Feedbackschleife erinnerte mich sehr an die TOTE-Schleife: Test – Operate – Test – Exit. Und Heiko musste dabei an den PDCA (Plan – Do – Check – Act) und DMAIC-Zyklus (Define – Measure – Analyse – Improve – Control) denken. Kurzum: Die so wichtige Lernschleife ist definitiv nichts Neues. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ich finde es schwach, dass die im Buch präsentierte Schleife erst am Ende des Buches und dann auch nur äußerst rudimentär in die Tradition der bereits vorhandenen Feedback Mechanismen eingebunden wird. Da entsteht viel zu sehr das Bild einer neuen Eigenleistung. Nichtsdestotrotz lohnt das Buch, denn es gibt einige Anregungen, die wertvoll für alle sind, die sich in irgendeiner Form mit dem Thema Innovation beschäftigten. Besonders deshalb, weil es kein theoretischen Reden über ist, sondern häufig Leid geprüfte Startup-Erfahrungen des Autors sind. Da stellt sich niemand auf den Sockel übermenschlicher Erfolge.

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