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Gegen Demokratie

Vor einigen Monaten hatte ich das Vergnügen eines anregenden Gesprächs mit dem Econ Verlagsleiter Jürgen Diessl. Am Ende schenkte er mir das provokative Buch “Gegen Demokratie” von Jason Brennan. Der Titel hatte mich natürlich sofort zur Lektüre eingeladen. Und ja: Ich wurde nicht im Geringsten enttäuscht. Vielmehr entpuppte sich Brennans umfassendes Werk zur Weiterentwicklung der Demokratie als eines der wichtigsten Bücher für mich in der letzten Zeit. Neben David van Reybroucks “Gegen Wahlen” liefert es mir vor allem diverse Inspirationen für meine Arbeit als Berater. Und es hat mich zu einem wichtigen Schritt inspiriert, den ich gemeinsam mit ein paar Kolleg*innen am 15.01.2018 veröffentlichen werde…

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Reybrouck 2017 - Gegen Wahlen

Gegen Wahlen

Vor einer Weile bin ich auf David van Reybroucks Buch “Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist” gestoßen. Der Titel wirkte einerseits so herrlich provokant und andererseits reichlich trivial, dass ich es einfach lesen musste. Das insbesondere, da die Wahl von Führungskräften seit einiger Zeit als ein grundlegendes Instrument zur Demokratisierung von Arbeit oder der Umsetzung des deutlich populäreren Begriffs New Work diskutiert und teils auch verkauft wird. Führungskräftewahlen scheinen geradezu das Mittel der Wahl zu sein (sorry, ich konnte diesem Wortspiel nicht widerstehen), um Selbstorganisation und Agilität auf die Straße zu bringen. Aber das ist eben keineswegs so innovativ wie es scheint – und vor allem ist überhaupt nicht klar, ob das überhaupt ein sinnvoller Schritt ist.

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Arbeit. Die schönste Nebensache der Welt

Neue Arbeit – schon mal gehört, oder? Flexible Arbeitszeiten, manchmal auch als Vertrauensarbeitszeit auf Tour, freie Arbeitsplatzwahl, also vor allem im grad angesagten Cafe das neue Webdesign bei einem Spiced Pumpkin Latte erstellen, die Chefs wählen (ja, sogar den CEO (wobei nicht klar ist, warum der noch Chief Executive OFFICER heißt)), zum informellen Kreativitätsschub ab und an an den Unternehmensbilliardtisch (Ne, Kicker war gestern und ist überhaupt nur ein blödes Vorurteil), und – gaaaanz wichtig: all die die unfassbar leckeren und gesunden Smoothies im Kühlschrank, mit denen sich jeder eine unanständige Überdosis Vitamine und freie Radikalfänger einfahren kann und die Krankenkasse glücklich macht. Geil, das mit der Neuen Arbeit, oder? Wenn Du das weiter für der Weisheit letzten Schluss halten möchtest, solltest Du jetzt nicht auf “Weiterlesen” klicken!

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Integrität als Ergebnis einer gelungenen Organisationsentwicklung

Integrität – ein spannendes Thema, das ich zu lange vernachlässigt habe. Erfreulicherweise änderte sich das mit dem Smartwork Camp 2016 in Graz, denn dort lernte ich die Autorin Sabine Varetza-Pekarz kennen. Sie hielt dort einen Vortrag über Entrepreneurship und streifte dabei auch Ihr Buch. Was ich da hörte, weckte mein Interesse. Auch wenn der Titel wissenschaftlich sperrig wirkt, was natürlich der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um eine Masterabschlussarbeit handelt, ist der Inhalt gerade im Zusammenhang mit Unternehmensdemokratie wichtig. Also bat ich Sabine kurzerhand um ein Exemplar und machte mich alsbald ans Lesen. Was dann überraschend leichter fiel, als es der Titel erwarten lies. Soviel schon vorab.

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Rock your idea

Martin Gaedt lernte ich 2014 kennen, als ich sein Buch “Mythos Fachkräftemangel” rezensierte. Wir trafen uns in dem Zusammenhang damals auch in Berlin und lernten uns so persönlich kennen. Vor ein paar Monaten meldete sich Martin mit seinem neuen Buch wieder bei mir. Im ersten Moment war ich skeptisch: Noch ein Buch über Kreativität? Dazu gibt es doch gefühlt genug Regalkilometer. Also ließ ich das Ganze erst mal sacken. Vor ein paar Wochen traf ich Martin dann wieder in Berlin anlässlich meines Umzugs in die Bundeshauptstadt. Das Gespräch war von Anfang an inspirierend und wir kamen in einen erstaunlichen Flow, in dem sein neues Buch auch eine Rolle spielte und wie es über viele Jahre gewachsen ist, was beim Lesen deutlich spürbar wird. Das veranlasste mich, das Buch dann doch genauer anzuschauen – und siehe da: Es hat sich gelohnt. Es gibt sogar einen klaren und deutlichen Bezug zur Unternehmensdemokratie, auch wenn Martin den an keiner Stelle explizit gemacht hat.

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